Das Aus für unprofitable Startups
16. Sep 2008 Marktbeobachtung
In den kommenden Monaten, konkret bis Jahresende, erwarte ich ein Massensterben von Web-Startups, die bis dahin keine schwarze Zahlen vorweisen können. Und selbst etablierte Projekte wird es erwischen. YiGG ist für mich in der Hinsicht ein heisser Kandidat, falls nicht in letzter Minute sich ein Verlag die Community für “nen Appel und ein halbes Ei” einverleibt. Wie komme ich darauf?
Den Investoren geht das Geld aus. Die meisten Geldgeber (ich meine die tatsächlichen Personen, die hinter den Risikokapitalfirmen stehen) sind persönlich betroffen von den Milliardenpleiten. Das Risikokapital war für viele nur Spielgeld, Online-Kasino also. Das werden viele nun wieder in sicherere Investments umschichten, unprofitable Firmenbeteiligungen lässt man in solchen Situationen lieber eingehen.
Warum sind Werbeeinnahmen alleine kein Businessmodel, ausser in ganz wenigen Ausnahmefällen? Werbung ist zyklisch; hier wird zuerst gespart, wenn eine Rezession droht. Besonders gefährdet sind Projekte, die nicht fest im Markt verankert sind, die keinen entsprechenden Bekanntheitsgrad aufweisen können. Und gerade bei Online-Werbung werden viele Projekte aus einem Topf mit der Aufschrift “Schau ma mal” bedient. Zudem darf man nicht vergessen, dass gerade Startups sehr ausgabefreudig sind, ja sein müssen, was Werbung angeht. Nur leider geht gerade diesen (s. ein paar Zeilen weiter oben) finanziell die Luft aus. Die Spirale dreht nun nach unten, deutlich schneller als es nach oben der Fall war.
Tags: crash, finanzierung, startup, werbung



